Internationale Bauausstellung (IBA)

Fallen IBAs und igs (siehe auch AKU-Seite zur igs) eigentlich als Geschenke vom Himmel? Muss man sich deshalb ausnahmslos freuen und sie akzeptieren? Warum gibt es sie eigentlich in dieser Form und was ist damit verbunden? Sind sie nicht einfach Stadtentwicklungsinstrumente neben anderen, Produkte politischer Prioritätensetzungen?

Die IBA Hamburg steht imagemäßig gut da und ist von der hörbaren Kritik an der Hamburger Stadtentwicklungspolitik bis jetzt weitgehend verschont geblieben. Kein Wunder, denn Imagepflege ist auch eines ihrer zentralen Wirkfelder. Aber es gibt eklatante Widersprüche zwischen Außendarstellung und Wirklichkeit, zwischen Ausrichtung und Bewohner_inneninteressen.

Zeit, dem Instrument IBA ein wenig auf den Grund zu gehen.

Auf den folgenden Seiten beschäftigen wir uns zunächst mit der primären Absicht von IBA & Co., der Vermarktung und Verwertung des Raumes in Wilhelmsburg. Nach einer einführenden Kritik an dem von der IBA propagierten „sozialen Mix“ eines „Problemviertels“ wenden wir uns der Vermarktung von „kultureller Vielfalt“ im Zuge des „Sprung über die Elbe“ zu. Dass die dabei proklamierte „Bildungsoffensive“ ein Fehlschlag war, dokumentieren wir anschließend. Ein Grund dessen, nämlich die Art des stadtentwicklungspolitischen Instruments, welche die IBA als ein auf „Festivalisierung“ ausgelegtes Event einnimmt und deren Folgen für die Menschen in Wilhelmsburg werden danach thematisiert. Abschließend wird die Art und Weise analysiert, auf welche die IBA, bzw. die Stadt mit ihren Behörden als übergeordnete Institution versucht, die Bewohner_innen in vorgegaukelten „Beteiligungs-Shows“ zu spalten und zu instrumentalisieren.

Die Texte sind teilweise den AKU-Broschüren „Alles, alles verkehrt… – 4 zentrale Kritikpunkte an der IBA Hamburg“ und „Die Insel denen, die auf ihr wohnen!“ entlehnt, welche ihr auch im download-Bereich finden könnt.