Kundgebung und Info-Veranstaltung zur igs-Eröffnung

Flyer zur Kundgebung zur igs-Eröffnung

Die Kampagne IBA?NigsDA! ruft zu einer Kundgebung am Freitag, den 26. April um 15 Uhr vor der neuen BSU auf. Unter dem Motto „Niemand hat die Absicht, einen Zaun zu öffnen“ soll von dort aus gemeinsam gegen die ökologische, soziale und kulturelle Landnahme durch IBA und igs protestiert werden. Der AKU unterstützt den Aufruf und wünscht ein gutes Gelingen!

Darüber hinaus finden am 19. April im Infoladen Wilhelmsburg und am 24. April im Gängeviertel, jeweils um 19 Uhr, Informationsveranstaltungen über die igs und ihre Einordnung in der Hamburger Stadtentwicklungspolitik statt.

Dazu heißt es im Ankündigungstext:

„Im Rahmen des Konzepts Wachsende Stadt hat das Unternehmen Hamburg vor 10 Jahren zum Sprung über die Elbe angesetzt. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die beiden Großevents Internationale Bauausstellung und internationale gartenschau, die sich in diesem Jahr hochglänzend im Stadtteil Wilhelmsburg präsentieren. In dieser Veranstaltung geht es um die Einordnung einer solchen “Stadtentwicklung im Zeitraffer” in den gesamtstädtischen Kontext, um ihre Bedeutung auch über die Stadtteilgrenzen hinaus, um ungelöste Konflikte und oft nur lokal wahrgenommene Proteste.“

Im Anschluss an die Veranstaltung besteht jeweils die Möglichkeit, sich bei Musik und leckeren Getränken weiter auszutauschen. Am 26. April wird dann die Internationale Gartenschau medienwirksam und – wie auch schon bei der IBA vorexerziert – unter Ausschluss der Öffentlichkeit eröffnet. Dazu wird Bundespräsident Joachim Gauck zusammen mit Hamburgs erstem Bürgermeister Olaf Scholz vor rund 1500 geladenen Gästen aus „Politik und Wirtschaft“ eine Rede über die ach so tollen Erfolge der Hamburger Stadtentwicklungspolitik und der Sinnhaftigkeit der igs halten.

Wie auf diversen Einträgen auf diesem Blog dargestellt, teilen wir diese Meinung nicht! Daher unterstützen wir den Aufruf der Kampagne IBA?NigsDA! Kommt am Freitag, den 26. April um 15 Uhr zur Kundgebung vor der neuen BSU (S-Bahn Wilhelmsburg). Schaut euch vorher das Gelände an, seit kreativ und unberechenbar. Im folgenden der Aufruf zur Kundgebung:

“Niemand hatte die Absicht 5000 Bäume zu fällen,
…öffentliche Flächen zu privatisieren,
…Bewohner*innen zu verdrängen,
…Mitarbeiter*innen auszubeuten,
…einen Stadtpark abzusperren,
…Kleingärten plattzumachen,
…Biotope zu zerstören,
….”

Schon 2001, also deutlich vor der “Internationalen Bauaustellung” (IBA), wurde die “Internationale Gartenschau” (igs) in Wilhelmsburg ausgerufen. Zwölf Jahre Planungs- und Bauzeit, mehr als 5000 gefällte Bäume, Privatisierung vormals öffentlicher Flächen, immense Mietpreissteigerungen, großflächig umzäunte Grünanlagen und gesperrte Spielplätze später soll nun ein Familien-Ausflugsparadies für Bessergestellte die Insel und seine Bewohner*innen beglücken.

Abgesehen davon, dass große Teile des “igs”-Ausstellungsgeländes vorher schon “grüne Oase[n]” waren, liegen die Eintrittspreise des tiefgreifend umgestalteten Geländes außerhalb des finanziellen Rahmens Vieler hier lebender Menschen. Darüber können auch drei freie Eintritte im Jahr für in Wilhelmsburg Gemeldete nicht hinwegtäuschen.

Und überhaupt: Darf eine Gartenschau es sich anmaßen, vorhandene Bäume und Gehölze durch “Sichtachsen” zu ersetzen, Kleingärten zu planieren, aus naturnahen öffentlichen Räumen künstliche “Naturwelten”  zu bauen und die Anwohner*innen durch einen bewachten Zaun über Jahre hinweg auszusperren?

Auf die Bedürfnisse des Stadtteils und seiner Bewohner*innen ist die “igs” sicher nicht zugeschnitten worden. Hand in Hand arbeiten IBA und “igs” daran, den innenstadtnahen Stadtteil endlich wirtschaftlich verwertbar zu machen.

Wir wollen eine soziale und selbstbestimmte Stadt mit öffentlichen Parks, Spielwiesen, Freiräumen und Wäldchen für alle.

Der igs die Wurzeln ziehen! Mietenwahnsinn stoppen! Für eine soziale und selbstbestimmte Stadt!

 


 

 

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