Keine Räumung des Wagenplatzes Zomia. Auf das Bauwagenplätze möglich und städtische Aufräumpolitiken verhindert werden!

Am 18.10. wurde dem Bauwagenplatz Zomia am Ernst-August-Kanal in Wilhelmsburg eine Räumungsverfügung zugestellt. Die seit einem Jahr währende Auseinandersetzung um einen Bauwagenplatz Zomia und einen neuen Wagenplatz in Hamburg geht damit in eine neue Phase.

Die zugestellte Räumungsverfügung ist nicht die erste, die der Bezirk dem Bauwagenplatz zustellt. Bereits am 30.4., einen Tag vor dem ersten Mai verstrich einer erste Frist zur Räumung des Platzes am Kanal. Am 3.11. läuft eine weitere Frist aus, was eine Räumung ab dem 4.11., also exakt dem 9. Jahrestag der Räumung des Wagenplatzes Bambule im Karoviertel, ermöglicht. Das Verhalten des Bezirks und speziell von Markus Schreiber durch verbale Muskelspielchen gekennzeichnet. „Wenn nichts Unvorhersehbares geschieht, dann ist der Zomia-Bauwagenplatz Ende November Geschichte“, so läßt sich der Bezirksamtschef zitieren.

In einem Aufruf zur Demonstration Für das Recht auf selbstbestimmtes Leben und Wohnen – Wagenplätze verteidigen! heißt es:

„Jede Person in Hamburg und anderswo sollte über ihre Lebensform selbst bestimmen können. Bezahlbarer Wohnraum oder Wagenplätze in der StadtHamburg sind hier kein Widerspruch sondern Notwendigkeiten die sich aus dem Bedarf und den unterschiedlichen Wünschen der Menschen ergeben. Die scheinbare Notwendigkeit zur Vertreibung nicht erwünschter Personen, zur Aufwertung und Verwertung, zu grotesken Bauprojekten und der Errichtung immer neuer Büro- und Gewerbekomplexe, wo viele andere leer stehen, ergibt sich aus einer kapitalistischen Stadtentwicklung , aus der scheinbaren Notwendigkeit in einem irren städtischen Standortgerangel mithalten zu müssen. In dieser Logik wird verdrängt, vertrieben und verwertet was nicht passt. Die vielen Brandherde des Protests gegen Aufwertung und Vertreibung flammen in der ganzen Stadt auf: Das Fass ist schon übergelaufen! Es reicht! Das lassen wir uns nicht gefallen. Lasst uns die Stadt selbst gestalten und das Recht auf Stadt in die Hand nehmen. Wir ziehen das jetzt durch!“

Wie viele andere wird auch dieser Konflikt nicht mit einer polizeilichen Räumung aus dem Weg zu räumen sein. Unsere Prophezeiung ist eher: Mit einer Räumung geht der Ärger erst richtig los. Wir wünschen den Zomias gutes Durchhalten und Hamburg reichlich Bambule und „Unvorhersehbares“.

Wir sagen: Auf das Bauwagenplätze möglich und städtische Aufräumpolitiken verhindert werden!

Wer mag, gehe doch Zomia unterstützen bei der Demonstration

5.11.2011, 15.00 Uhr Millerntorplatz / Budapester Straße Demonstration „Für das Recht auf selbstbestimmtes Leben und Wohnen – Wagenplätze verteidigen!“

Neuigkeiten gibt es auf dem Blog von Zomia: http://zomia.blogsport.eu/

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