Mietenwahnsinn stoppen – Wohnraum vergesellschaften – Veranstaltung zur Wohnsituation und Mietsteigerungen in Wilhelmsburg am 17.10.11, 19.00 Uhr BI für ausländsiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Am 29.10.11. wird es eine hamburgweite Demonstration unter dem Slogan „Mietenwahnsinn stoppen“ geben. Die drastischen Mietsteigerungen in Vierteln wie St. Pauli, Ottensen, der Sternschanze oder anderen sind bekannt und haben in Hamburg zu einer Debatte über zu hohe Mieten und einen zu knappen Wohnungsmarkt geführt. Diese Öffentlichkeit ist nicht zuletzt aufgrund der andauernden Proteste geschaffen worden.

Aber wie sieht es in Wilhelmsburg aus? Mit der iba und der igs haben wir gleich zwei Großereignisse auf der Insel, die ihre Schatten vorauswerfen und eine Aufwertungsspirale in Gang gesetzt haben. Auch hier steigt der Druck auf MieterInnen und Mieter. War es vor einigen Jahren noch relativ problemlos möglich auch relativ preisgünstigen Wohnraum zu bekommen, zeigt sich der Wohnungsmarkt zumindest in einigen Vierteln als weitgehend dicht. Zumindest wenn man nicht das nötige Kleingeld in der Tasche hat. Auch das Argument, dass es in Wilhelmsburg sehr viele Wohnungen im Besitz von Genossenschaften oder der SAGA gibt und dies vor Mietsteigerungen schütze trifft leider nicht zu. Orientiert wird sich am Mietenspiegel, der im November die nächsten Mietsteigerungen bringen könnte und auch von SAGA und Genossenschaften eifrig bemmüht wird um Mietsteigerungen zu rechtfertigen. Es geht nicht darum, dass diese Mieten vielleicht immer noch vergleichbar günstig sind, sondern darum wieviel Geld wir für das Recht auf Wohnraum ausgeben können und wollen, wenn die Lohnentwicklung gleichsam stagniert oder ins Minus rutscht. Eine sozialverträgliche Perspektive sieht anders aus und es drängt sich der Verdacht auf, dass hier in erster Linie ein städtisch angeschobenes Konjunkturprogramm für die Bau- und Immobilienwirtschaft geschaffen wurde, die eine Inwertsetzung in Gang setzt, die für viele Menschen auf der Insel zu einem echten Problem werden könnte.Wir wollen diese Entwicklungen mit allen interessierten diskutieren und laden für den 17.10.11 um 19.00 Uhr in die BI für ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Rudolphstraße 5.

Gleichzeitig wollen wir mit dieser Veranstaltung für die Demonstration am 29.10.11 mobilisieren und rufen zur aktiven Teilnahme auf. Unsere Interessen werden nicht vertreten, wir können sie nur selbst vertreten!

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